Radar Allgemein

Geschichte:

Das Wort „RADAR“ stammt aus dem Englischen und ist eine Abkürzung aus „RAdio Detection And Ranging“, dem „Aufspüren und Vermessen mittels Radiowellen“ oder kurz Funkortung genannt (vgl. LIDAR, SONAR).

Bereits 1886 konnte HERTZ mit seinen Versuchen die „quasi-optischen“ Eigenschaften hochfrequenter Wellen nachweisen. Allerdings war die Zeit für eine technische Realisierung noch nicht reif.

Erst um 1933 erfolgten die ersten deutschen Rückstrahlversuche durch PINTSCH mit Frequenzen von 2,2 GHz (@13,5 cm Wellenlänge). Bessere Ergebnisse wurden 1936 mit einer Frequenz von 600 MHz (@50 cm Wellenlänge) erzielt. Da zu dieser Zeit auch die industrielle Fertigung der Braunschen Röhren begann, wurde bei diesen Versuchen für die Sichtanzeige die Kathodenstrahlröhre verwendet. Ein einmotoriges Flugzeug konnte über dem Meer in 28 km Entfernung erfasst werden.

Der entscheidende Durchbruch zur modernen Radartechnik gelang 1940 in England: hier wurde das Magnetron bis zur Fertigungsreife entwickelt. Damit stand ein zuverlässiger impulsgetasteter Mikrowellensender zur Verfügung. Seit kurzem werden anstatt der sogenannten Magnetron´s Solid State Sender verwendet, die mit Microwave Halbleitern aufgebaut sind. Wie in vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens hat auch in der Radartechnik der Computer Einkehr gefunden, das führt zu besseren Standfähigkeiten und zu einer verbesserten Benutzerfreundlichkeit.

 

Ortungsanlagentechnik:

Ortungsanlagen dienen dazu, die für die Standortbestimmung erforderlichen Informationen zu liefern. Im wesentlichen sind dies:

Grundlagen der Funkortung:

Unter Ortung versteht man die Erfassung von Gegenständen nach Richtung, Entfernung und Höhe zum Zwecke der Ortsbestimmung. Ein funktechnisches Mittel zur Ortung ist das Radar (RAdio Detection And Ranging). Die Funkortung mittels Radar basiert auf dem Radarprinzip. Danach werden von einer Station ausgestrahlte elektromagnetische Wellen von Hindernissen reflektiert und können über eine Antenne von der sendenden Station wieder empfangen werden. Aus der Laufzeit der Signale und der Stellung der Antenne lässt sich die Entfernung und Relativrichtung des reflektierenden Objektes bestimmen. Entsprechend der unterschiedlichen Technologie zur Erzeugung des Empfangssignals unterscheidet man:

 

Neben dieser Unterscheidung lassen sich Funkortungsanlagen (Radaranlagen) nach der Struktur der ausgestrahlten bzw. empfangenen Wellen differenzieren. Es werden unterschieden:

Verwendete Frequenzbänder in der Radartechnik:

Primärradar:                          l=c/f

Frequenzband

Wellenlänge/Frequenz/Reichweite

Verwendet bei:

L.Band

23 cm / ~ 1,3 GHz / 160 NM

RSR (route surveillance radar) Koralpe, Windprofiler

S-Band

10 cm / ~ 3 GHz / 60 NM

SRE (Surveillance radar equipment) LOWW, LOWL, LOWS, LOWG

C-Band

5-6 cm / 6-5 GHz / 200 km

Wetterradar Wien (Rauchenwarth) Salzburg (Mattighofen OÖ) Patscherkofel Zirbitzkogel

X-Band

3 cm / ~ 10 GHz / 10 NM

PAR (precision approach radar) Langenlebarn (MIL)

KU-Band

2 cm / ~ 16 GHz / 5 km

SMR (survace movement radar) LOWW

 

Sekundärradar:

   

Verwendet bei

Sender (Abfrage)

1030 MHz / ~ 29 cm /

Allen Sekundärradaranlagen

Transponder (Antwort)

1090 MHz / ~ 27 cm /

Allen Sekundärradaranlagen